Über mich

Vom Ruhrgebiet über die Bretagne nach Lemgo

Geboren wurde ich 1953 in Mülheim an der Ruhr. Die Bodenständigkeit, Offenheit und Herzlichkeit des Ruhrgebiets begleiten mich bis heute und prägen meinen Blick auf Menschen und das Leben.

Doch mein Weg führte mich weit über diese Region hinaus. Zwanzig Jahre lebte ich in der Bretagne – einer Landschaft voller Wind, Meer, Weite und ursprünglicher Kraft. Dort entdeckte ich Fähigkeiten an mir, die vielleicht verborgen geblieben wären, hätte ich diesen Schritt nicht gewagt. Bis heute ist die Bretagne ein persönlicher Kraftort. Mehrmals im Jahr kehre ich dorthin zurück, um aufzutanken, die Natur zu erleben und Inspirationen für meine Malerei zu finden.

Lebenserfahrung als Quelle meiner Kunst

Mein Lebensweg war nicht immer einfach. Er kennt Licht und Schatten – und gerade die schwierigen Zeiten haben mich geprägt. Ich habe dem Tod ins Auge geblickt, mit einer Krebserkrankung gelebt und gelernt, das Leben mit neuer Klarheit und Dankbarkeit anzunehmen.

Diese Erfahrungen haben meine Sicht auf die Welt verändert. Sie fließen nicht als konkrete Motive in meine Bilder ein, sondern als Haltung. Meine Kunst lebt von Zuversicht, Mut, Wandel und der Überzeugung, dass aus Krisen etwas Neues entstehen kann.

Portrait Marie Luise Simon-Arelmann

Alles geben die Götter,
die unendlichen,
Ihren Lieblingen ganz,
Alle Freuden, die unendlichen,
Alle Schmerzen, die unendlichen, ganz.

J.W. von Goethe

Menschen begleiten – mit Kunst und Erfahrung

Bevor ich mich ganz der Malerei widmete, arbeitete ich viele Jahre als Pädagogin und begleitete auch traumatisierte Schülerinnen und Schüler auf ihrem Lebensweg. Zuhören, wahrnehmen und Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen, waren dabei ebenso wichtig wie fachliches Wissen.

Später wurde ich als Kunstfotografin für meine Serie „Blau-Zensuel“ ausgezeichnet. Parallel dazu entwickelte ich meine Leidenschaft für Restaurierung und handwerkliche Gestaltung weiter. Bis heute faszinieren mich Materialien, Oberflächen und die Geschichten, die sie erzählen.

Heute arbeite ich als Künstlerin in Lemgo, Restauratorin und Coach. Viele meiner Erfahrungen fließen ganz selbstverständlich in meine Bilder und in die Begegnungen mit Menschen ein.

Die Bretagne – ein Ort der Verwandlung

Als ich mein Haus in der Bretagne zum ersten Mal betrat, war es kaum mehr als eine Ruine. Es gab weder Bad noch Heizung, der Boden bestand aus Lehm und rundherum wuchs nur Wildnis. Trotzdem wusste ich sofort: Hier möchte ich bleiben.

Mit Geduld, Ausdauer und viel handwerklicher Arbeit verwandelte ich dieses Haus Schritt für Schritt in einen Ort voller Leben. Türme wurden gebaut, ein Wehrgang, Gärten mit japanischem Wasserbecken, eine irische Terrasse und eine bretonische Terrasse. Aus einer Ruine wurde ein Zuhause.

Diese Erfahrung hat mich gelehrt, dass Veränderung Zeit braucht und Vertrauen verlangt. Genau dieses Vertrauen begleitet auch meine künstlerische Arbeit.

Ostwestfalen-Lippe – neue Heimat, neue Inspiration

Externsteine

Heute lebe und arbeite ich in Ostwestfalen-Lippe. Die Landschaft rund um die Externsteine schenkt mir neue Impulse. Felsen, Wälder, Wasser und Licht bilden einen spannenden Kontrast zur Bretagne und inspirieren mich immer wieder zu neuen Bildern.

In meinem Atelier Kunst im Hof in Lemgo entstehen Werke, die von diesen Eindrücken, meinen Lebenserfahrungen und meiner Freude an Farbe und Struktur geprägt sind. Jeder Pinselstrich erzählt ein Stück meines Weges.